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Aufstockungsunterhalt

Wenn Sie keinen Unterhalt bekommen, weil Sie z.B. Kinder betreuen, zu alt oder zu krank zum Arbeiten sind, dann können Sie trotzdem einen Unterhaltsanspruch haben.

Sie haben einen Anspruch auf Aufstockungsunterhalt, wenn Sie

  • weniger verdienen als Ihr Ehepartner und

  • sog. ehebedingte Nachteile haben.

Vorausgesetzt ist also, dass Sie eine Arbeit haben, neben der Kinderbetreuung die geforderte Stundenzahl arbeiten oder sich ausreichend um eine Arbeit bemüht haben (ca. 20 Bewerbungen pro Monat werden grds. verlangt). Nur dann wird Ihr tatsächliches Arbeitseinkommen mit dem höheren Arbeitseinkommen Ihres Ehepartners verglichen. Anderenfalls wird bei Ihnen ein sog. fiktives Einkommen angesetzt, d.h. so gerechnet, als kämen Sie allen Ihren Verpflichtungen nach und würden ein entsprechend höheres Einkommen haben.

Sie haben sog. ehebedingte Nachteile, wenn Sie aufgrund der Ehe (insb. der Kinder) heute weniger verdienen als Sie vor der Ehe verdient haben.

Beispiel

Sie waren vor der Ehe/Geburt der Kinder Vollzeit als Bankkauffrau (EUR 2.000) tätig und finden jetzt nur Aushilfsstellen (800 EUR).

Sie haben einen ehebedingten Nachteil und könnten Aufstockungsunterhalt in Höhe von 1.200 EUR geltend machen (oder diesen nach der üblichen Methode berechnen).

Beispiel

Sie waren vor der Ehe/Geburt der Kinder Vollzeit als Bankkauffrau tätig (EUR 2.000) und verdienen jetzt wieder EUR 2.000.

Sie haben keinen ehebedingten Nachteil und damit keinen Aufstockungsunterhaltsanspruch. Ausnahme: Sie können darlegen, dass Sie z.B. Karriere gemacht oder aus anderen Gründen heute ein höheres Gehalt hätten.

Beispiel

Sie waren vor der Ehe/Geburt der Kinder arbeitslos und arbeiten heute in einem Minijob.

Sie haben keinen ehebedingten Nachteil und und damit keinen Aufstockungsunterhaltsanspruch.