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Steuern (Beiträge von Steuerberater K. Treyde)


Was muss geregelt werden?

Bei einer Scheidung ist immer der Versorgungsausgleich mitzuregeln. Dies geschieht jedoch automatisch, ohne dass Sie überhaupt einen Antrag stellen müssen (es sei denn, Sie leben noch keine 3 Jahre getrennt).

Was Sie bei einer Scheidung sonst noch alles regeln müssen, hängt davon ab, wie lange Sie schon getrennt leben:

Leben Sie länger als drei Jahre getrennt, müssen Sie nichts weiter regeln.

Leben Sie noch keine drei Jahre getrennt, müssen Sie darüber hinaus die wichtigsten Scheidungsfolgen regeln:

  • "Nachscheidungsunterhalt"

  • "Kindesunterhalt"

  • "Elterliche Sorge"

  • "Ehewohnung"

  • "Hausrat"

Wenn Sie sich hier - wie oftmals der Fall ist - einig sind, dann können Sie eine Scheidungsfolgenvereinbarung aufsetzen. Wenn Sie sich aber nur über einen dieser fünf Punkte nicht einigen können, müssen Sie Klage erheben und den Richter durch ein Urteil entscheiden lassen. Ansonsten werden Sie nicht geschieden.

Da Sie sich über sehr wichtige Punkte einigen (Ihre Kinder, Ihr Geld), sollten Sie die Scheidungsfolgenvereinbarung unbedingt von einem Anwalt aufsetzen lassen. Der Anwalt berät Sie ausführlich über Ihre Rechte und Pflichten und erstellt dann eine Vereinbarung, die für Ihren persönlichen Fall maßgeschneidert ist.

Bevor Sie hier auf Ihre Rechte verzichten, sollten Sie sich unbedingt von einem Anwalt beraten lassen. Wenn Sie einmal eine Scheidungsfolgenvereinbarung abgeschlossen haben, ist diese grundsätzlich bindend und es ist sehr schwierig oder gar unmöglich, im Nachhinein seine Meinung zu ändern. Sie setzen hier die entscheidenden Weichen für Ihre Zukunft. Machen Sie keine Fehler und reagieren Sie nicht voreilig.

Wenn der Anwalt Ihres Ehepartners eine Scheidungsfolgenvereinbarung aufsetzt, dann lassen Sie sich jeden Punkt erklären. Keiner darf Sie drängen. Nehmen Sie sich genügend Zeit, um alles zu durchdenken. Lassen Sie sich noch vor dem Termin beim Anwalt einen Entwurf der Scheidungsfolgenvereinbarung zuschicken, damit Sie diesen in Ruhe durchlesen können und nicht überrumpelt werden.

Jeder Anwalt vertritt die Interessen seines Mandanten. Der Anwalt Ihres Ehepartners vertritt also nicht Ihre Interessen. Sie sollten sich daher sehr gut überlegen, ob Sie sich nicht selbst von einem Anwalt beraten lassen oder zumindest die Scheidungsfolgenvereinbarung von einem eigenen Anwalt überprüfen lassen. Vergessen Sie nicht, wie wichtig diese Vereinbarung für Ihre Zukunft ist. Unterschätzen Sie die Auswirkungen der Vereinbarung nicht.

Tipp

Wichtig: Sie müssen die Scheidungsfolgenvereinbarung entweder bei einem Notar beurkunden lassen oder Sie lassen sie im Scheidungstermin vom Richter ins Protokoll aufnehmen. Im letzteren Fall reicht ein Anwalt aber nicht aus, sondern beide Ehepartner müssen von Anwälten vertreten werden.

Fragen Sie Ihren Anwalt, welche Alternative für Sie die beste ist!