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Ziel: Gemeinsame elterlich Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern

Väter haben nun die Möglichlkeit auch gegen den Willen der Mutter an dem Sorgerecht beteiligt zu werden.

Wie geht das?

  • 1. Voraussetzung ist, dass die Vaterschaft feststeht und das Kind schon geboren ist

  • 2. Der Vater stellt einen Antrag beim Familiengericht auf Übertragung der gemeinsamen elterlichen Sorge (kein Anwalt nötig, Name und Geburtsdatum des Kindes angeben)

  • 3. Das Familiengericht stellt der Mutter den Antrag zu mit einer Frist zur Stellungnahme, d.h. mit der Bitte zu antworten (frühestens 6 Wochen nach der Geburt)

  • 4.

    • a. Antwortet sie nicht: Bestimmt das Gericht die gemeinsame Sorge (ohne weitere Prüfung, ohne Gerichtstermin, ohne Nachfrage beim Jugendamt)

    • b. Antwortet sie: Wird das Jugendamt eingeschaltet und findet ein Gerichtstermin statt. Das Gericht prüft und entscheidet dann entsprechend dem Kindeswohl.

Tipp

Für Väter:

Wenn die Vaterschaft feststeht, einfach einen kurzen Antrag bei Gericht stellen. Entweder entscheidet das Gericht ganz schnell oder es findet ein Termin statt und Sie können Ihre Argumente vortragen und so die gemeinsame Sorge erhalten. Entscheidend ist dabei, dass das gemeinsame Sorgerecht dem Kindeswohl entspricht. Wenn Sie sich bislang um das Kind gekümmert haben oder es wirklich vorhaben, dann ist das endlich eine Möglichkeit für Sie – auch gegen den Willen der Mutter!

Tipp

Für Mütter:

Sollten Sie in so einer Angelegenheit ein Schreiben vom Gericht erhalten, müssen Sie unbedingt sofort reagieren! Sonst wird die gemeinsame Sorge ungeprüft bestimmt. Am besten wenden Sie sich sofort an das Jugendamt und einen Anwalt. Wenn das Gericht das gemeinsame Sorgerecht erst einmal bestimmt hat, können Sie zwar noch Beschwerde (Oberlandesgericht) einlegen, das ist dann aber kein leichter Weg.