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Was ist "betreuter Umgang"?

Unter betreutem Umgang versteht man ein Umgangsrecht unter Aufsicht einer dritten Person.

Wenn der betreuende Elternteil Bedenken hat (warum auch immer), dass Sie Ihr Kind alleine sehen, dann ist ein betreuter Umgang die Lösung des Problems. Denn der Elternteil wird Ihnen dann alleine das Kind nicht mehr mitgeben. Sie stehen also vor der Alternative, Ihr Kind gar nicht mehr zu sehen oder wenigstens "unter Aufsicht". Auch wenn Sie bei Gericht einen Antrag auf Gewährung des Umgangsrechts stellen, dauert das Verfahren oft mehrere Monate, in denen Sie Ihr Kind nicht sehen würden. Zumindest bis zu der Gerichtsentscheidung sollten Sie sich mit dem betreuten Umgang zufrieden geben. Hierbei handelt es sich ohnehin nur um eine vorübergehende und auf max. 10 Treffen befristete Regelung.

Der betreute Umgang wird z.B. bei den Bezirkssozialdiensten des Jugendamtes oder beim Kinderschutzbund durchgeführt. Dort können Sie mit Ihrem Kind in den Räumen spielen. Es ist aber immer ein Mitarbeiter der jeweiligen Stelle dabei. Die besten Stellen sind sehr beliebt. Melden Sie sich also frühzeitig dort an.

Das betreute Umgangsrecht ist in vielen Fällen der einzige Weg zurück zu einem "normalen" Umgang mit Ihrem Kind. Es muss auch nicht nur zu Ihrem Nachteil sein. Insbesondere z.B. dann, wenn Sie Ihr Kind länger nicht gesehen haben, helfen Ihnen die dortigen Mitarbeiter wieder "richtig" mit Ihrem Kind zu reden und zu spielen. Sie haben damit auch einen Ansprechpartner für Ihre Probleme mit dem Kind.

Der betreute Umgang wird in der Regel 14 - tägig für etwa 1 - 2 Stunden durchgeführt. Es finden - je nach Einzelfall - bis zu 8 oder 10 Termine statt. Abschließend wird, zumindest beim Kinderschutzbund, ein Gespräch mit beiden Eltern geführt und versucht, das zukünftige künftige Umgangsrecht zu organisieren.