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Wie entscheiden die Gerichte?

Die Gerichte verkennen nicht, dass Kinder zwei Elternteile haben und ihnen weder der Vater noch die Mutter vorenthalten werden sollten. Es besteht grundsätzlich ein Umgangsrecht, das ohne triftigen Grund nicht eingeschränkt werden darf.

Die Gerichte entscheiden immer zugunsten des "Kindeswohls". Es wird also die Regelung gesucht, die für das Kind am besten ist.

Bei der Entscheidungsfindung bedienen sich die Richter der Hilfe des Jugendamtes. Mitarbeiter des Jugendamtes setzen sich im Laufe des Verfahrens mit Ihnen und Ihrem Ehepartner in Verbindung und führen mit jedem getrennte Gespräche. Danach geben die Mitarbeiter dem Gericht eine Stellungnahme ab, oft auch verbunden mit Vorschlägen. Arbeiten Sie daher unbedingt mit dem Jugendamt zusammen, nehmen Sie die Termine wahr und informieren Sie die Mitarbeiter über Ihre Sorgen und Probleme. Machen Sie eigene Vorschläge.

Der Richter richtet sich dann in der Regel nach dieser Stellungnahme. Das Umgangsrecht darf nur bei schwerwiegenden Vorwürfen unterbrochen oder versagt werden. Allein weil sich die Eltern geschieden oder zerstritten haben und die Kinder hierunter leiden, wird kein Umgangsrecht untersagt.

Wie das Umgangsrecht selbst ausgestaltet wird, ist in jedem Einzelfall verschieden. Oft wird zunächst ein betreutes Umgangsrecht vereinbart, da die Richter immer versuchen, einen für beide Parteien akzeptablen Kompromiss zu finden.

Normalerweise wird ein Umgangsrecht alle 14 Tage von Freitagnachmittag bis Sonntagabend vereinbart. Bei kleineren Kindern wird eine Übernachtung oft nicht erlaubt.