Informationen zum Familienrecht
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Betreuungsunterhalt lediger Mütter
Wie lange wird Unterhalt gezahlt? Was sind die Voraussetzungen?
Wie wird die Höhe des Unterhalts berechnet?
Was wird noch alles erstattet (Säuglingserstausstattung, Kinderwagen, Autositz, etc.)?
Bekommt die Mutter auch Unterhalt, wenn sie vor der Schwangerschaft nicht gearbeitet hat?
Wie wird der Unterhalt geltend gemacht?
Bekommt die Mutter auch Unterhalt, wenn sie weitere (ältere) Kinder von anderen Vätern hat?
Bekommt die Mutter auch Unterhalt, wenn sie schon Unterhalt von einem Ex-Mann bekommt?
Was muss man u.a. beachten?
Bekommt das Kind Unterhalt vom Vater? Wie geht das?
Was ist, wenn der Vater noch verheiratet ist?
Was ist, wenn der Vater noch anderen Personen (Ehefrau, eheliche Kinder) Unterhalt zahlen muss? Gehen die vor?
Was ist, wenn der Vater sich um das Kind alleine kümmert? Wer zahlt dann?
Gerichtsurteile
Was ist neu nach der Unterhaltsreform (1.1.2008)?
Sorgerecht / Sorgerechtsreform (Neu!)
Umgangsrecht
Versorgungsausgleich
Zugewinnausgleich
Gemeinsame Konten und Schulden
Ehewohnung
Ehevertrag / Scheidungsfolgenvereinbarung
Steuern (Beiträge von Steuerberater K. Treyde)


Was muss man u.a. beachten?

Unterhaltsansprüche verjähren nach 3 Jahren. Wenn sie vorher nicht gerichtlich geltend gemacht worden sind, muss danach (für diesen Zeitraum) kein Unterhalt mehr gezahlt werden. Die Unterhaltsansprüche verjähren nicht, wenn Sie diese einklagen. Sie sollten also kurz vor Ablauf der 3 Jahre (immer zum Jahresende) unbedingt prüfen lassen, ob eine Verjährung eintreten kann. In diesem Fall kann es ratsam sein, Klage zu erheben.

Aber Achtung: Unterhaltsansprüche verwirken, wenn der Unterhaltspflichtige nicht mehr damit rechnen muß, zahlen zu müssen. Dies kann schon nach 12 Monaten der Fall sein.

Tipp

Fordern Sie 1 x im Jahr zur Zahlung auf, auch wenn es z.B. ein Urteil oder eine Jugendamtsurkunde gibt.

Ein Verzicht auf künftigen Unterhalt gemäß § 1615 l BGB ist unwirksam, selbst wenn dies in einem Vertrag oder einer Notarurkunde festgehalten worden ist. Wirksam ist aber ein Verzicht auf rückständigen Unterhalt.

Bedenken Sie, dass ein Unterhaltsanspruch unter Umständen verwirkt sein kann, wenn Sie trotz Kenntnis aller Voraussetzungen und Umstände offensichtlich keinen Unterhalt geltend machen wollen. Ein Anspruch kann zB auch verwirkt werden, wenn Sie unrichtige Angaben über Ihr eigenes Einkommen oder Vermögen machen oder nachhaltig und unberechtigt (!) den Kontakt des Vaters zu dem Kind verweigern. Eine Verwirkung ist aber immer nur ein besonderer Ausnahmefall und liegt in der Regel nicht vor.

Für die Vergangenheit kann Unterhalt nur ausnahmsweise geltend gemacht werden. Voraussetzung ist, dass der Unterhaltsschuldner in Verzug gesetzt worden ist, dh. zur Zahlung angemahnt worden ist (am besten schriftlich per Einschreiben/Rückschein mit Aufforderung zur Zahlung in einer bestimmten Höhe und Zahlungsfrist). Wenn die Vaterschaft erst später festgestellt worden ist, dann kann für die Zeit vor der Feststellung der Unterhalt ohne Verzugsetzung geltend gemacht werden. Sie sollten dann aber umgehend nach der Vaterschaftsfeststellung Ihre Unterhaltsansprüche für die Zukunft geltend machen. Greifen Sie hier lieber zu hoch, als zu niedrig mit Ihren Forderungen. Wenn Sie zu wenig geltend machen, dann können Sie für die Vergangenheit auch keine höheren Nachforderungen mehr stellen. Wenn Sie zB nur Euro 500,00 geltend gemacht haben, aber sich später herausstellt, dass Sie einen Anspruch in Höhe von Euro 800,00 gehabt hätten, können Sie für die Vergangenheit nur Euro 500,00 geltend machen. Für die Zukunft können dann aber Euro 800,00 eingefordert werden.